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Pressemitteilung vom 01.12.2017, MUT-Initiative, Eschweger Erwerbslosen-Initative

Aktuelles zu Kosten der Unterkunft für Bezieher von der Grundsicherung bei Erwerbslosigkeit und im Alter und bei gesundheitlichen Einschränkungen.

Das Sozialgericht Kassel hat am 24.11.2017 festgestellt das im Werra-Meißner-Kreis aktuell kein gültiges Konzept zur Angemessenheit der Kosten der Unterkunft vorliegt.

Für interessierte Betroffene bietet die Eschweger Erwerbslosen-Initiative „M.u.T.“ am Montag, den 4.12.2017 von 15:00 bis 17:00 Uhr im Alten Steinweg 8 (DGB-Büro) kostenlose Information und Beratung an. Auch ein erfahrener Sozialrechtsanwalt wird voraussichtlich zur Unterstützung vor Ort anwesend sein.
Zusätzliche Termine können auch per E-Mail unter „mut.initiative@gmx.de“ vereinbart werden.
Auch im Internet unter „www.mut-eschwege.bplaced.net“ gibt es weitere Informationen.

Gemäß der Vorgabe des Gerichts habe der WMK die Unterkunftskosten nun vorläufig nach den Werten der Wohngeldtabelle zusätzlich eines Sicherheitszuschlags in Höhe von 10% zu übernehmen. Diese Regelung bedeutet für einen großen Teil der leistungsberechtigten Menschen eine deutliche Aufstockung der erstattungsfähigen Kosten der Unterkunft. Nach uns vorliegenden Informationen hat Werra-Meißner-Kreis entschieden, sich ab sofort an dem Beschluss des SG Kassel vom 24. 11.2017 (S10 AS 158/ ER) zu orientieren und die Wohnkosten entsprechend der Auflage des SG Kassel zu übernehmen.

Nach unseren langjährigen Erfahrungen wird diese erhöhte Übernahme aber freiwillig lediglich bei Neuanträgen umgesetzt werden. Leistungsberechtigte mit bereits rechtskräftig gewordenen Bescheiden und auch solchen, die sich noch im Zeitrahmen der gesetzlichen Widerspruchsfrist befinden, müssen unbedingt Rechtsmittel einlegen um die höheren Leistungen zu erhalten.

Günter Schäfer
M.U.T. Initiative
Eschweger Erwerbslosen-Initiative